„Man sollte die Verantwortung, die einem auferlegt ist, wahrnehmen und alle Möglichkeiten, die man finanziell hat, nutzen, um zu helfen.“

Dr. h. c. Manfred Lautenschläger

Bericht Stiftung

Jahresbericht 2017

Sonderpreis des Bürgerrechtspreises geht an den Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz

Im Rahmen des Europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma in Auschwitz erhielt Dr. Cywiński, Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz, einen Sonderpreis des Bürgerrechtspreises der Sinti und Roma.

Der Preis richtet sich an Persönlichkeiten oder Institutionen aus der Mehrheitsbevölkerung, die sich der Verantwortung aus der Geschichte stellen und sich in vorbildlicher Weise für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation der Sinti und Roma einsetzen.

Eine Persönlichkeit, die maßgeblich für die Erinnerungs- und Gedenkpolitik bezüglich des Holocaust an den Sinti und Roma Europas steht, ist Dr. Piotr Cywiński. Er leistet eine herausragende Arbeit, um das Vermächtnis der Opfer von Auschwitz zu bewahren und um das Bewusstsein für den nationalsozialistischen Völkermord an Sinti und Roma zu stärken. Dabei sieht er sich in den letzten Jahren ist er immer öfter mit schweren öffentlichen Angriffen und Hasskampagnen von rechtsextremen und nationalistischen Bewegungen in Polen konfrontiert.

Ein sichtlich gerührter Cywiński bedankte sich mit den Worten, diesen Preis als Reisegepäck für die andauernde Arbeit mitzunehmen.

Kurzzeitstipendium der Forschungsstelle Antiziganismus Heidelberg

Die Forschungsstelle Antiziganismus hat ein Kurzzeit-Forschungsstipendium („Romani Rose-Fellowship“) ausgeschrieben, das künftig jährlich vergeben und von der Manfred Lautenschläger-Stiftung finanziert wird. Die Förderung soll engagierten Forscherinnen und Forschern (Promovierende und Postdocs) aus den Ländern der Europäischen Union zugutekommen, die an einem Thema mit Bezug zur Antiziganismusforschung oder zu einem verwandten Feld (z. B. Rassismus- oder Minderheitenforschung) forschen. Damit verbunden ist ein Forschungsaufenthalt an der FSA in Heidelberg. Die Ausschreibung läuft bis zum 30. Juni 2019.

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Der slowakische Präsident Andrej Kiska erhält den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma

Der slowakische Staatspräsident Andrej Kiska erhielt am 19. März 2019 in Brüssel den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma. Mit der Auszeichnung wurde die Bedeutung seines entschiedenen Eintretens gegen den Antiziganismus auf europäischer Ebene gewürdigt. Der mit 15.000 Euro dotierte, internationale Preis wird alle zwei Jahre vom Dokumentations- und Kulturzentrum und dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie der Manfred Lautenschläger-Stiftung vergeben.

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„Lautenschläger-Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ erstmals vergeben

Dieses Jahr wurde in der Alten Aula erstmalig der Lautenschläger-Forschungspreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs überreicht. Dieser neu gestiftete Preis wird auch zukünftig stets gemeinsam mit dem bereits seit 2001 etablierten Lautenschläger-Forschungspreis vergeben. Die diesjährige Preisträgerin Dr. Backes arbeitet seit 2015 an der Universität Heidelberg und leitet eine Nachwuchsforschergruppe, die sich mit Nanomateralien befasst.

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Lautenschläger-Forschungspreis verliehen

Am 7.12.18 wurde zum achten Mal der mit 250.000 € dotierte Lautenschläger-Forschungspreis posthum an den Experimentalphysiker Prof. Dr. Karlheinz Meier verliehen. Preisträger Meier ist wenige Tage nach Bekanntgabe seiner Auszeichnung verstorben.

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